Einen Großteil der Diskussion, um sogenannte Hotspots nehmen aktuell Großstädte, Städte und Gemeinden ein. Testzentren und Lockerungsszenarien werden häufig zentralistisch gedacht und orientieren sich an den Ballungsräumen. Häufig wird dabei vergessen, dass viele Kreise in NRW und Deutschland Flächenkreise sind und über ländliche Strukturen verfügen. Daher sollten auch die Dörfer und abgelegenen Ortsteile nicht vernachlässigt werden und eine dezentrale Strategie entwickelt werden, um allen Bürgern wohnortnah eine Testmöglichkeit zu bieten. So wird in der akuten Pandemiephase auch diesen Menschen ein hohes Maß an Sicherheit geboten und Infektionsketten effektiv durchbrochen. Gerade in Hinblick auf den sozialen Frieden ist es wichtig auch die dörflichen Strukturen in mögliche Öffnungsszenarien einzubeziehen. Häufig sind Dörfer, mit ihren Schützen-, Karnevals- und Sportvereinen feste Ankerpunkte in den sozialen Kontakten vieler tausender Menschen aller Altersgruppen. Diese im Lockerungsprozess zu vernachlässigen und auszuschließen wird zwangsläufig zu sozialen Verwerfungen führen.